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Grabstätte von Carl Theodor Reiffenstein (1820-1893) Gewann G - 372 |
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Die Grabstätte befindet sich Nahe der Eckenheimer Mauer |
Carl Theodor Reiffenstein 12.01.1820 - 06.12.1893 |
Natalie Reiffenstein geb. Manskopf 17.04.1825 - 11.03.1892 |
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Vielen Dank an den Verlag Waldemar Kramer für die freundliche Erlaubnis Biographien für diese Internetseite zu übernehmen. Buchbeschreibung der Frankfurter Biographie finden Sie hier |
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| Reiffenstein, Carl Theodor. Maler und Graphiker. |
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Geboren am 12.01.1820 in Frankfurt am Main, gestorben am 06.12.1893 in
Frankfurt am Main. Reiffenstein sollte eigentlich wie sein Vater, der ein Wirtshaus in der Frankfurter Altstadt betrieb, Bierbrauer und Wirt werden. Stattdessen interessierte sich der Junge schon früh für die Malerei. Ersten Unterricht im Zeichnen erhielt er als Kind von dem Zimmermaler Falk, der im Haus seiner Eltern wohnte. Bald darauf trat er eine Lehre bei dem Theatermaler Meiler an, die er nach dessen Tod bei seinem Nachfolger Hoffmann fortsetzte. Schon als 13jähriger fand er Aufnahme an die Städelschule, wo er bei den Lehrern Hessemer, Schmidt von der Launitz und Becker Architektur, Anatomie und Landschaftsmalerei studierte. 1846 verließ er das Institut. Reiffenstein war ein Maler stimmungsvoller Landschaften, die ihm den Beinamen eines "malenden Dichters" einbrachten. Auf zahlreichen Reisen, v.a. innerhalb Deutschlands, aber auch in die Schweiz und nach Italien, sammelte er seine Vorstudien. Die Gemälde Reiffensteins waren sehr beliebt und fanden sich bald in vielen Frankfurter Bürgerhäusern. Auch schuf er Auftragsarbeiten für Königin Victoria von England, König Wilhelm I. und Königin Augusta von Preußen sowie andere Mitglieder des Hochadels. Besondere Bedeutung für seine Vaterstadt gewann Reiffenstein als Chronist des alten Frankfurtes. Schon zu Reiffensteins Zeit waren weite Teile der Altstadt vom Abriß bedroht. In der Altstadt aufgewachsen, wollte Reiffenstein die liebgewonnenen Bauten und das mittelalterliche Ambiente, das schon damals mehr und mehr vom modernen Leben verdrängt wurde, der Nachwelt überliefern. Gegen eine Leibrente erwarb die Stadt Frankfurt am Main 1876 Reiffensteins "Sammlung Frankfurter Ansichten", bestehend aus 1.692 Bildern und rund 2.600 Textseiten. In Aquarelltechnik hat Reiffenstein möglichst hausweise von "Affentor" bis "Ziegelgasse" systematisch alle Straßen, Gassen und Plätze des alten Frankfurts detailgetreu dargestellt. Dabei handelt es sich freilich nicht um kalte Architekturdarstellungen, sondern um poetische, von Leben erfüllte Ansichten im wechselnden Licht verschiedener Tages- und Jahreszeiten. In kurzen Texten fügte er dem jeweiligen Bauwerk Informationen hinzu, z.B. über dessen genaues Alter, den Besitzer, Besonderheiten im Innern des Gebäudes und das ursprüngliche Aussehen vor früheren baulichen Veränderungen. In diesem Zusammenhang sparte er nicht an Kritik über solche Veränderungen oder gar Abrisse und die Personen, die sie veranlassten. Einige Bauten, die bereits in jenen Tagen zerstört waren, rekonstruierte er anhand der Vorlagen älterer Meister, wie z.B. Matthäus Merian d.A. und Salomón Kleiner. 1875 veröffentlichte Reiffenstein "Bilder zu Goethes Dichtung und Wahrheit, Blicke auf die Stätten, an denen der Dichter seine Kindheit verlebte" in fotografischen Reproduktionen, 1894 bis 1899 erschien in sechs Heften "Frankfurt am Main, die freie Stadt, in Bauwerken und Straßenbildern nach des Künstlers Aquarellen und Zeichnungen". Reiffenstein, der zurückgezogen lebte, heiratete spät, im Jahr 1867, die Frankfurter Patriziertochter Caroline Mansfeld. Die "Sammlung Frankfurter Ansichten" und verschiedene Gemälde im Besitz des Historischen Museums, zahlreiche Zeichnungen, Aquarelle, Graphiken und Gemälde im Städelschen Kunstinstitut und in der Städtischen Galerie. Carl-Theodor-Reiffenstein-Platz in der Frankfurter Innenstadt. Wy |
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Quelle: Frankfurter Biographie, Zweiter Band M - Z, Verlag Waldemar Kramer, Seite 181-182 |
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